
Regal- und Lagerplatzetiketten: Aufbau, Größe und Lesbarkeit
Ein Lagerplatzetikett muss eindeutig und aus zwei Metern lesbar sein. Aufbau der Platznummer, Einsatz von Barcodes und die häufigsten Fehler beim Etikettieren.
Ein Lagerplatzetikett wirkt wie eine Kleinigkeit, bis es fehlt. Dann sucht das Zählteam die Ware, die laut System auf Platz A-03-12-2 liegen soll, und findet weder das Regalfeld noch jemanden, der es kennt. Etiketten sind die Grundlage jeder Zählung, denn sie machen aus einer Halle ein Raster, in dem jeder Ort eine eindeutige Adresse hat. Ein gutes Lagerplatzetikett ist eindeutig, auch aus zwei Metern Entfernung lesbar und hält dem Lageralltag stand. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie die Platznummer aufbauen, worauf bei Größe und Barcode zu achten ist und welche Fehler am häufigsten vorkommen.
Aufbau der Platznummer
Eine Platznummer ist wie eine Adresse aufgebaut, vom Groben zum Feinen: Halle oder Zone, Gang, Regalfeld, Ebene. Ein fiktives Beispiel: A-03-12-2 bedeutet Halle A, Gang 03, Regalfeld 12, Ebene 2. Dabei gelten diese Regeln:
- Gleiche Länge und gleiche Trennzeichen bei allen Plätzen, mit führenden Nullen (03 statt 3), damit die Sortierung stimmt.
- Keine verwechselbaren Zeichen: kein O neben der 0, kein I neben der 1.
- Aufsteigende Nummerierung entlang des Laufwegs. Bei zweiseitigen Gängen können ungerade Felder links und gerade Felder rechts liegen.
- Ebenen von unten nach oben: Die 1 ist die Bodenebene.
- Das Etikett gehört zum Platz, nicht zum Artikel. Die Nummer ändert sich nicht, wenn andere Ware dort steht.
Ein Rechenbeispiel (fiktiv): Halle A hat 6 Gänge mit je 40 Regalfeldern, 20 auf jeder Seite, und 4 Ebenen, also 6 × 40 × 4 = 960 Plätze. Mit 10 Prozent Reserve für Fehldrucke und Ersatz werden 960 × 1,1 = 1.056 Etiketten bestellt.
Größe und Lesbarkeit
Die folgenden Werte sind Richtwerte aus der Praxis. Testen Sie sie am eigenen Regal.
- Die Platznummer steht in Klarschrift, mindestens zwei bis drei Zentimeter hoch, damit sie aus etwa zwei Metern lesbar ist.
- Starker Kontrast: dunkle Schrift auf hellem Grund, auf mattem Material, das nicht spiegelt.
- Immer an derselben Stelle, am besten am Traversenbalken unter dem Platz. Für hohe Ebenen eignet sich eine größere Schrift.
- Haltbarkeit: Staub, sommerliche Hitze und Reinigung dürfen Klebstoff und Druck nicht angreifen.
- Ein Etikett pro Platz, auf der Seite, von der gezählt wird.
Barcode: wann er sich lohnt
Ein Barcode lohnt sich, wenn Sie scannen oder künftig scannen wollen. Er enthält exakt die Platznummer, die Klarschrift steht daneben. Achten Sie auf einen freien Rand um den Code, eine ausreichende Größe und eine ebene Klebefläche. Testen Sie vor dem Druck mit dem Lesegerät, das im Alltag verwendet wird, eine Stichprobe von Etiketten, auch an der obersten Ebene und an Ecken mit schlechtem Licht. Wer nicht scannt, zählt nach Klarschrift. Ein Barcode ohne Klarschrift ist ein Risiko, sobald das Etikett beschädigt ist.
Die häufigsten Fehler
- Das Etikett wird von der Ware oder einer Stütze verdeckt.
- Es klebt auf der Palette statt am Regal und wandert mit der Ware.
- Zwei Hallen verwenden dieselbe Platznummer.
- Handschrift ersetzt das gedruckte Etikett und wird nach einem Monat unleserlich.
- Nach einem Umbau stimmen Etiketten und System nicht mehr überein.
- Schrift und Barcode sind zu klein, weil das Etikett für das Regal passend, aber nicht für den Zähler gestaltet wurde.
Etikettieren und kontrollieren
Etiketten werden am besten in einem Durchgang je Halle geklebt, mit der Platzliste in der Hand, und von einer zweiten Person gegengeprüft. Danach wird die Platzliste mit dem Systemverzeichnis abgeglichen: Plätze, die es im Lager, aber nicht im System gibt, und umgekehrt, werden vor der ersten Zählung bereinigt. Ersatzetiketten sind vorrätig und werden ausgegeben, nicht frei verklebt.
Fazit
Ein eindeutiges, lesbares Etikett spart bei jeder Zählung Minuten pro Platz. AuditMaster kennzeichnet Regale und Lagerplätze mit Barcode-Etiketten und stellt damit die Grundlage für jede spätere Zählung bereit.